Projekt

steht für…
… act – persönlicher Einsatz, Talente, Kunst, ein Musical, eine Bühne, Action!
… YOU and I – Teamwork, gemeinsame Erfahrung, es kommt auf dich und mich an!
… united – Kultur des Miteinanders, wir auf Augenhöhe, wir stehen füreinander ein!

Projektidee

Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft. Kulturelle Vielfalt führt häufig zu Verständigungsschwierigkeiten und birgt Konfliktpotenzial.

Wir möchten mit dem Projekt „act YOUnIted“ einen Perspektivenwechsel anregen: Jeder Mensch hat Talente und somit etwas Wichtiges und sogar Einzigartiges zu geben und beizutragen. Diese Fähigkeiten werden in den Mittelpunkt gestellt und „mit Scheinwerfern beleuchtet“. Das Projekt möchte Räume eröffnen, um sich mit den Fragestellungen der (kulturellen) Vielfalt, des friedvollen Zusammenlebens, der eigenen und gemeinsamen Stärke aktiv auseinanderzusetzen. Einem großen Publikum auf einer Bühne gemeinsam etwas zu präsentieren, das sich viele im Vorfeld nicht zugetraut hätten, wird ein bleibendes Schlüsselerlebnis für die Beteiligten. Denn beide Aspekte - sowohl das Vertrauen in sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten als auch in ein Du, in eine Gruppe bzw. Gemeinschaft - können am besten nachhaltig vermittelt werden, wenn sie erlebt werden. Das ist Schule fürs Leben.

Ziele und Zielgruppe

Projektziel:

  • Stärkung der Jugendlichen in ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem Selbstwert
  • Vermittlung und Einübung eines wertschätzenden und konstruktiven Umgangs mit Unterschieden und Vielfalt
  • Förderung einer Kultur des Dialogs und des Miteinanders in der Schule und darüber hinaus

Primäre Zielgruppe sind die SchülerInnen der dritten, vierten, fünften und sechsten Klassen des BG/BRG Oeversee, Graz. Über 200 SchülerInnen sind aktive TeilnehmerInnen an der Projektwoche. Darüber hinaus werden die gesamte Schulgemeinschaft (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern) bzw. auch andere Schulen aus der ganzen Steiermark durch die Aufführung des Musicals involviert. Zweimal wird „Streetlight“ in der Helmut-List-Halle vor je 1.000 ZuseherInnen präsentiert. Ganz im Sinne des Titels „act YOUnIted“ ist es gleichzeitig unser Ziel, Menschen aus gesellschaftlichen Randgruppen (z.B. AsylwerberInnen, Menschen mit Behinderung) an unserem Projekt als ZuseherInnen teilhaben zu lassen.

Methoden

- Vorbereitung der Projektwoche:

  • Lehrermeeting act YOUnIted und Information über das Projekt durch den Verein „Jugend für eine geeinte Welt“ und „Gen Rosso“
  • Die LehrerInnen erarbeiten und reflektieren den Inhalt des Musicals im Vorfeld mit den SchülerInnen im Unterricht. Vor allem das Handeln der Hauptfiguren Charles und Jordan wird beleuchtet: Sie stellen sich einem Konflikt im Zusammenleben, sie positionieren sich und vertreten ihre Werte, sie handeln bewusst,… Gemeinsam wird reflektiert, diskutiert und ein Alltagsbezug hergestellt.

- Projektwoche mit der internationalen Performing Arts Group Gen Rosso an der Schule:

  • Erarbeitung des Musicals in Workshops wie brasilianischer Tanz, Hip Hop, Gesang, Orchester, Percussion, Bühnengestaltung, Schauspiel, Ton- und Lichttechnik
  • Impuls- und Reflexionsgespräche zwischen Künstlern, SchülerInnen, LehrerInnen und Verein „Jugend für eine geeinte Welt“
  • Öffentliche Aufführung des Musicals vor einem großen Publikum
  • Zweite Aufführung des Musicals für andere Schulen aus der Umgebung
  • Mediale Aufbereitung

- Follow-up Tag in der Schule zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen und das Schulklima.

Feedback


„Ich fand es toll, dass wir alle zusammengearbeitet haben und keiner ausgeschlossen wurde. Wenn man bei irgendeiner Arbeit nicht weiter gekommen ist, haben die Leute von Gen Rosso immer gesagt: „Nicht aufgeben!“. Ich fand das Projekt mega cool, weil man die Möglichkeit hatte, auf der Bühne vor 1100 Leuten zu stehen“ (Michaela K.)


„Besonders am Projekt war für mich, Vertrauen zu gewinnen zu „fremden“ Personen, weil ohne Vertrauen nichts zu Stande gekommen wäre. Herausfordernd war für mich die Überwindung, beim Tanzen alles zu geben, auch wenn es vielleicht blöd aussieht .“ (Sarah F.)


„Es war toll, dass wir auf die Bühne konnten und dort unsere Angst überwinden konnten, weil ich jetzt offener bin. Es war toll, dass wir neue Menschen kennengelernt haben und dass wir alles mit der Gemeinschaft geschafft haben, weil das wichtig ist für mich.“ (Mehmet G.)


„Mut: Ich war noch nie vor so vielen Leuten auf der Bühne. Am Anfang habe ich mich nicht getraut und ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe. Man sollte nicht aufgeben, wenn an etwas nicht kann. Mit diesem Satz habe ich mich selbst motiviert.“ (Ashab U.)


"Das Schönste war für mich der Zusammenhalt, die Aufführung und, dass so viele ihre "geheimen" Talente gefunden haben. Die größte Herausforderung war, alles in zwei Tagen zu schaffen, sowie mit anderen Klassen zu arbeiten." (Dejon B.)


"Das Schönste war für mich, dass wir so viel Neues lernen konnten. Wir haben viele neue Leute kennengelernt und wir sind den anderen Klassen näher gekommen." (Cherouk)


"Das Schönste für mich war, dass all die Schüler, die teilgenommen haben, sich so sehr fürs Musical eingestetzt haben und daraus etwas Tolles gemacht haben. Die größte Herausforderung für mich war, dass ich innerhalb eines Tages ein Lied lernen musste. Aber am Ende habe ich es doch geschafft!" (Marion I.)


"Das Schwierigste war für mich auf die Bühne zu gehen, weil ich ja doch ein bisschen Angst vor vielen Menschen hab… Aber durch meine Gruppe (the Gang) hatte ich den Mut und wir haben es gemeinsam gemeistert" (Schülerin, anonym)

Webdesign / Code by Manuel Pretterhofer